PRESSEZITATE 2008 
(Zusammenstellung: L. P. Johannsen, Pressestelle) 

Das Kammermusikfestival SPANNUNGEN ist eine Erfolgsgeschichte – und zwar eine mit mittlerweile internationalem Ruf. Die CD’s mit Live-Mitschnitten aus dem Heimbacher Jugendstilkraftwerk verkaufen sich auch gut in den USA, in Kanada und in Osteuropa. Und als am vergangenen Samstag pünktlich um 10 Uhr der Kartenvorverkauf begonnen hat, sind innerhalb der ersten Stunde allein knapp 800 Kartenbestellungen per E-Mail eingegangen. Immer wenn die SPANNUNGEN vorbei seien, frage der künstlerische Leiter Lars Vogt sich, wie er die Qualität der Konzerte im nächsten Jahr noch toppen könne. „Und dann sprudeln meine Musikerkollegen nur so über von Ideen. Bei unseren Konzerten steht wirklich das künstlerische Ideal im Vordergrund“, so Vogt.
(Sandra Kinkel, Dürener Nachrichten, 08. 04. 2008)

Zum Dank an die zahlreichen privaten und institutionellen Förderer und Sponsoren gab es ein „Vorspiel“ als Einladung des Kunstfördervereins Kreis Düren und von RWE Rhein-Ruhr zu einem Sonderkonzert. An mehreren Stellen wurde hervorgehoben, wie sich Traditionspflege mit Anreizen für die Jugend im kulturellen Leben verbinden sollten. … Für den verhinderten Schirmherrn, Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, lobte Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff, Staatssekretär für Kultur in NRW, die „gehörige Kontinuität der Spannungen“ im Vergleich mit anderen Eventreihen, die rasch verblasst seien. Im Programm besonders anregend finde er die Gegenüberstellung J. S. Bachs mit einem Modernen wie Detlev Glanert, eine wechselseitige Bereicherung.
(Georg Neulen, Dürener Zeitung, 08. 06. 2008)

Bachs Goldberg - Variationen für Streichtrio, Oktette von Mendelssohn und Enescu sowie Werke des „Composer in Residence“ Detlev Glanert erklingen – allerdings dürfte nur noch mit Glück eine Karte zu ergattern sein.
(Johannes Saltzwedel, Kultur-SPIEGEL, Heft 6, Juni 2008)

Im traditionellen „Vorspann“ ging Christian Tetzlaff aufs Ganze. Der Geiger gehört, quasi als Gründungsmitglied, zum festen Bestand der Heimbacher Mannschaft und stellte sich mutterseelenallein mit seiner Violine dem erwartungsvollen Publikum. Zwei Sonaten und eine Partita aus den sechs Sonaten und Partiten für Violine solo [von J. S. Bach] … standen auf dem Programm. Christian Tetzlaff näherte sich den Werken eigenwillig ohne Rücksicht auf historische Musizierpraktiken. Frische, Klarheit der polyphonen Strukturen, Ausdruckstiefe und eine individuelle Prägung der einzelnen Sätze stehen bei ihm im Vordergrund.
(Pedro Obiera, Aachener Zeitung / Aachener Nachrichten, 11. 06. 2008)

Auffallend ist vor allem die persönliche Atmosphäre des Festivals. Viele renommierte Künstler mit internationalem Ruf – zum Beispiel Christian Tetzlaff (Violine), Antje Weithaas (Violine) und Gustav Rivinius (Cello) – sind seit vielen Jahren in Heimbach dabei. Das Programmheft lässt sich wie ein Familienalbum durchblättern, zeigt es doch neben ausführlichen Biografien auch zahlreiche Fotos aus dem Privatleben der Musiker.
(Caroline Bietzker, Kölner Stadtanzeiger, 11. 06. 2008)

Sternstunden wie diese erlebt man hier öfter. Starke künstlerische Persönlichkeiten treffen aufeinander, aber jeder stellt sein Ego zurück. Was zählt, ist die Musik, sagen Sharon Kam und Lars Vogt. … Eine hoch-wirksame Droge, denn in Heimbach sind Konzerte möglich, deren Magie die Musiker und das Publikum gleichermaßen überwältigen.
(Friederike Westerhaus, NDR Kultur, 12. 06. 2008)

Der künstlerische Leiter von SPANNUNGEN schätzt sich „wahnsinnig glücklich, nicht viel Überzeugungsarbeit leisten, sondern nur die Hand heben zu müssen“, damit Spitzen-Kollegen erscheinen. „Jeder kommt gerne wieder wegen der unglaublich familiären Atmosphäre. Das haben wir entscheidend dem Arbeitskreis SPANNUNGEN des Kunstfördervereins Kreis Düren zu verdanken, der ehrenamtlich mit großem persönlichen und professionellem Einsatz den Künstlern jeden Wunsch von den Augen abliest.“
(Norbert Holthoff, Dürener Zeitung, 16. 06. 2008)

 … Uraufführung von Detlev Glanerts Sextett „Noctambule“ für Klavier, Klarinette und Streichquartett … Der Titel deutet zwar auf die französische Bezeichnung von „Schlafwanderung“ hin. Zwischen Tag und Traum geht es bei Glanert allerdings sehr frisch, spannend und farbig zu. Auch in seinem noch schmalen Kammermusik-Oeuvre kann der gebürtige Hamburger seine Passion für das Musiktheater nicht verleugnen. Die handwerklich souverän beherrschte Palette an Klangfarben, Stilmitteln und Wirkungen entspricht dem dramatischen Instinkt Glanerts … Der Beifall des Publikums blieb nicht aus.
Pedro Obiera, Aachener Zeitung / Aachener Nachrichten, 16. 06. 2008)