AUSZUG VON PRESSESTIMMEN ZU SPANNUNGEN 1999

ERLESENE MUSIK IN DER TURBINENHALLE
Das Eröffnungskonzert zur zweiten Auflage dieser neuen Konzertreihe war am Montagabend bereits ein so großer Erfolg, dass in den kommenden Tagen eine weitere Steigerung kaum noch möglich scheint. [ ... ] Das umfangreiche und ausgesprochen hochkarätige Konzert zeugte von äußerst detailgenauer und gewissenhafter Probenarbeit. Und zum hohen Anspruch fügte sich das einzigartige Ambiente.
(Carolin Bietzker, KÖLNER STADT-ANZEIGER, 09. 06. 1999)

KAMMERMUSIK AUF ALLERHÖCHSTEM NIVEAU
Es fällt schwer, einem derart mit Höhepunkten gespickten Programm gerecht zu werden. Soll man sich auf die thematischen Schwerpunkte mit Mozarts Klarinettenquintett und einer Liederfolge Schostakowitschs konzentrieren, wenn dazwischen ein stille Star-Pianistin wie Bella Davidovich mit zwei kurzen Stücken aus Prokofjews "Romeo"-Ballett glänzt? Hausherr Vogt und der fulminante Geiger Christian Tetzlaff samt Schwester Tanja am Cello hielten sich noch bescheiden zurück. [...]
(Pedro Obiera, AACHENER NACHRICHTEN, 09. 06. 1999)

LEISE TÖNE FAST WIE GEHAUCHT
"Spannungen" im Industriemuseum der RWE in Heimbach: Zum zweiten Mal trifft sich eine erlesene Auswahl bester Musiker unter künstlerischer Leitung des Pianisten Lars Vogt zur Kammermusik am Rursee, und schon spricht man von einer Tradition: ein drittes Festival ist geplant. Das Publikum pilgert begeistert ins Grüne, um im pittoresken Ambiente des Jugendstilkraftwerks Kultur zu schlürfen — Erleben der besonderen Art ist garantiert. [...] Schön ist es wieder geworden, diese innige Verbindung von völlig zweckfreier, über weite Strecken fast schon überirdisch ästhetischer Musik und dem kleidsam zurechtgemachten Zweckbau der RWE ...
(Eva Honecker, AACHENER ZEITUNG, 09. 06. 1999)

WELCH EINE QUALITÄT
[...] Malerische Kulisse und einzigartiges Ambiente des Musikfestivals "Spannungen: Musik im Kraftwerk Heimbach" werden dabei nur noch übertroffen von der künstlerischen Qualität der neun Konzerte. Schöner dürften sich die langgehegten Wünsche des Dürener Pianisten Lars Vogt, des das Festival im letzten Jahr mit tatkräftiger Unterstützung des "Kunstfördervereins Kreis Düren" und leistungsstarker Sponsoren aus der Taufe hob, kaum realisieren lassen. Wie schon im Eröffnungskonzert reihten sich auch am Dienstag Höhepunkt an Höhepunkt. Den krönenden Abschluss fand das Programm in einer Idealinterpretation von Olivier Messiaens Schlüsselwerk aus den frühen 40er Jahren, dem "Quatuor pour la Fin du Temps", einer extrem schwierigen und anspruchsvollen Herausforderung, die die um Lars Vogt versammelten Top-Musiker mit schlafwandlerischer Sicherheit und hochkonzentrierter Inspiration in klingendes Gold verwandelten.
(Pedro Obiera, AACHENER NACHRICHTEN, 10. 09. 1999)

MOZART IN DER SAUNA
Die hohe Kunst der Musik und die familiäre Atmosphäre unter Musikern, Organisatoren und Angehörigen bedeuten beim Kammermusikfest "Spannungen" keine Gegensätze, sondern verbinden sich zu einer Mischung aus Profession und Behaglichkeit. Das heißt nicht, dass dort nicht geschuftet würde: "Es ist knallhart, was hier in einer Woche von den Musikern gefordert wird", sagt Dr. Peter Johannsen, Vorsitzender des Kunstfördervereins Kreis Düren, der nun zum zweiten Mal mit großem Erfolg das Festival veranstaltet.
(Andrea Zuleger, AACHENER NACHRICHTEN, 11. 06. 1999)

ERLESENE MUSIK IM KRAFTWERK
Wie professionell alles organisiert war, zeigte sich schon bei der Anfahrt: Wegweiser an den zentralen Punkten geleiteten die Autofahrer sicher zum bereitgestellten Parkplatz. Ein vorzügliches Programmheft erleichterte den Zuhörern den Zugang zu den Werken und Interpreten, nummerierte Plätze ließen jeden Zuhörer ohne Gedränge und Gerangel seinen Platz finden. Der schöne und große Saal war von Zuhörern, die auch aus dem Ruhrgebiet angereist waren, voll besetzt. Man spürte am ganzen Ambiente, dass dieses Fest weit über die Grenzen des Kreises Düren ausstrahlte.
(Eberhard Hönig, KÖLNISCHE RUNDSCHAU, 11. 06. 1999)

FESTIVAL HEIMBACH MAUSERT SICH ZUM EUROPA-EREIGNI
Je weiter die Konzerte im Jugendstil Kraftwerk Heimbach fortschreiten, desto mehr wird eines deutlich: Was Lars Vogt hier an Kammermusik-Kapazitäten zusammengefügt hat, das garantiert allerhöchstes Niveau. In der Eifel scheint sich so etwas wie ein zweites Lockenhaus-Festival zu etablieren, und das ist immerhin eins der berühmtesten Kammermusik-Festivals in Europa.
(Alfred Beaujean, AACHENER ZEITUNG, 12. 06. 1999)

VOLLENDETE HARMONIE
Wieder haben sie Schönheit verbreitet, die Kammermusiker im Kraftwerk, die Lars Vogt ins grüne Idyll eingeladen hatte-. [...] Im Mittelpunkt des Programms stand der schwedische Komponist Daniel Börtz mit einem älteren Werk und einer Uraufführung. Tanja Tetzlaff, Cello, und Alfred Perl, Klavier, gestalteten mit "Dialogo 1" ein Stück, das aggressiv die Extreme ihrer Instrumente auslotete, auch Raum öffnete für lyrische Momente und nach einem Wechselgespräch im Konsens mündete. All das gilt schließlich auch für "Dialogo 4" [Auftragskomposition des "Kunstfördervereins Kreis Düren"], das Stefan Rapp, Schlagzeug, und der eingesprungene Trompeter Cyrille van Poucke uraufführten. Doch obwohl die Instrumentation Härteres hätte hergeben können, blieb die Musik moderater.
(Eva Honecker, AACHENER ZEITUNG, 14. 06. 1999)

BRANDAUER „FAUSTISCH“ IN DER EIFEL 
Alte Technik, neue Musik: Mit einem kraftvollen "Schlussakkord" ging am Sonntag das Kammermusikfest im Jugendstilkraftwerk Heimbach zu Ende. In einer bewegenden Darstellung, mit dem Burgschauspieler Klaus Maria Brandauer als Erzähler, wurde "Die Geschichte vom Soldaten" von Igor Strawinsky aufgeführt. Mit dieser kunstvollen Verbindung von Sprache und Musik überschritten die verantwortlichen um den Dürener Pianisten Lars Vogt die selbst gesteckten Grenzen der Kammermusik. [...] Die "Klanglandschaft" der Nordeifel wird [...] auch im nächsten Jahr wieder belebt werden. Dann gibt es die dritte Auflage des Festivals "Spannungen".
(Anne Koizlik, DÜRENER / AACHENER ZEITUNG, 15. 06. 1999)

KOSTBARE KLANG-PERLEN
Schon der erste Versuch 1998 signalisierte, dass sich "Spannungen — Musik im Kraftwerk Heimbach” zu einem Kammermusikfestival der Superlative entwickeln könnte. Ein Versprechen, das im zweiten Anlauf mit Bravour eingelöst wurde. Eine endlose Kette kostbarer kammermusikalischer Perlen auf ausnahmslos astronomischem Niveau liegt hinter uns. Die verdienstvolle Arbeit des Kunstfördervereins Düren, die Unterstützung durch das RWE und den Deutschlandfunk garantieren eine Fortsetzung des Projekts im kommenden Jahr.
(Pedro Obiera, AACHENER NACHRICHTEN, 15. 06. 1999)

DIE GENIALE DÄMONIE DES KLAUS MARIA BRANDAUER
Er gehört zu den großen deutschsprachigen Schauspielern, die auch international Anerkennung finden [...] Und mit Strawinskys "Die Geschichte vom Soldaten" stellte Brandauer am Sonntag Abend im alten Wasserkraftwerk Heimbach seine ganze Klasse erneut unter Beweis.
(Carolin Bietzker, KÖLNER STADTANZEIGER, 15. 06. 1999)

BUNDESWEIT BEREITS EIN BEGRIFF
"Wir werden sicher kein Schickimicki-Festival", verspricht Dr. Lorenz Peter Johannsen. Und noch eine wichtige Zusage: "Den Konzertbesuch sollen sich Rentner und Studenten auch künftig leisten können." Die Super-Kritiken lassen die "Spannungen"-Macher nicht abheben. Veranstalter von "Spannungen" ist der Kunstförderverein Kreis Düren mit der RWE-Energie als Partner. "Unser Glücksfall ist Lars Vogt" lässt Dr. Johannsen keinen Zweifel, weshalb es möglich war, ein Festival auf die Beine zu stellen, das spätestens mit der jetzt erfolgten Wiederholung bundesweit anerkannt und einen hohen Stellenwert hat. Lars Vogt als renommierter Pianist hat natürlich die Kontakte. Und beim zweiten Festival zeigte sich schon, wie groß auch das Interesse bei hochkarätigen Musikern ist, mit anderen auf derart hohem Niveau zu arbeiten und zu konzertieren. Hinzu kommt das familiäre Umfeld in Heimbach, zumal der größte Teil der Künstler mit Anhang anreist.
(Dieter Mätschke, DÜRENER NACHRICHTEN, 18. 06. 1999)

DAS FORELLENQUINTETT SCHWIMMT IM WASSERWERK 
Es ist imponierend, wie viele namhafte Pianisten, Geiger, Bratscher , Cellisten und Bläser Vogt für sein kleines Festival zusammengebracht hatte. [...] Die Programme beschränkten sich also keineswegs auf das klassisch-romantische Repertoire, das dennoch mit Standardwerken von Mozart, Beethoven, Schubert, Brahms und Tschaikowsky vertreten war. [...] Höhepunkte waren die aufregenden Darstellungen von Olivier Messiaens "Quatuor pour la Fin du Temps" durch Collins, van Keulen Gerhardt und Vogt sowie Schönbergs "Verklärter Nacht" in der originalen Sextett-Fassung. Expressive Dichte, Vollkommenheit des Ensemblespiels, geistige Einfühlung in Wesen und Aussage der Musik waren in beiden Werken schwer überbietbar.
(Alfred Beaujean, FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG, 19. 06. 1999)